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... Worte für die Ewigkeit

10 Tipps, gute Vorsätze auch zu erreichen!

Kennst Du das auch? Das alte Jahr neigt sich dem Ende entgegen und alle Welt tappt wieder in die Falle, die sich gute Vorsätze nennt? Die einen wollen endlich mit dem Rauchen aufhören (solltest Du dazu gehören, findest Du übrigens hier die passende Unterstützung…), die anderen endlich mehr Zeit mit den Kindern verbringen und wieder andere endlich mehr Sport treiben. Oder ganz andere aufregende Dinge verändern…

Um dann nach wenigen Tagen oder, wenn es gut läuft, einigen Monaten zu merken – uppps, das war wohl wieder nichts. Zu verlockend war die Kippe auf dem Firmenausflug, auf dem Du doch eigentlich keine Kippe rauchen wolltest oder zu wichtig die Arbeit als Du eigentlich mit dem Sohnemann zum Fussball wolltest oder zu verlockend die Gartenliege als Du eigentlich mit Deinem Spetzl laufen wolltest…

Eigentlich. Dieses verdammte eigentlich! Doch woran liegt die Wurzel dieses Bösen. Aus welchem Grund schaffen wir es einfach nicht, unsere Ziele, unsere Vorhaben, unsere guten Vorsätze real werden zu lassen? Was passiert, dass wir uns selbst so oft enttäuschen? Wie schön wäre es, wenn es nun endlich klappt, mit Deinen Vorsätzen, die Du Dir für das kommende Jahr vorgenommen hast…? Sensationell? Das denken wir aber auch – deshalb findest Du hier 10 Tipps, um Deine guten Vorsätze endlich auch zu erreichen.

Konkrete Ziele ins Auge fassen

Fang gar nicht erst an, wieder diese Wischiwaschi Formulierungen zu benutzen. Sätze wie „ein paar Kilo weniger“ oder „mal Zeit für mich haben“ kannst Du getrost direkt stecken lassen, in dieser imaginären Vorsatzdose. Denn sie werden nicht funktionieren. Wann hast Du denn mal mehr Zeit für Dich gehabt? Wenn Du eine Stunde länger als sonst auf dem Sofa rumhängst? Oder statt 14 Tage Ballermann Dir mal 15 gegönnt hast? Du merkst, dieser eine Tag mehr wird vielleicht nicht wirklich Deine Welt verändern – und doch hättest Du das erreicht, was Du Dir in einer wundervollen Stimmung an Silvester vorgenommen hast. Es geht darum, wirkliche Ziele zu definieren. Dafür hat sich die SMART Regel bewährt, ein kleines Video über SMARTe Ziele findest Du hier. Denn wir wollen über Ziele sprechen, nicht nur lediglich über Vorsätze. Mach sie konkret. Markiere Dir zeitliche Limits. Setze Dir realistische Teilziele.

Formuliere Dein Ziel realistisch.

Klar, im Sommer wie Adonis über den Strand flanieren und im April bereits den Triathlon in Cannes runterreißen, das wäre es. Genau. Sicher. Auf jeden Fall.

Nicht.

Setze Dir klare und bitte REALISTISCHE Ziele. Stell Dir vor, Du hast in den letzten 23 Jahren mit Sport nicht besonders viel am Hut gehabt. Aber Du (!) hast wirklich vor, genau das zu ändern. Vielleicht möchtest Du ja wirklich dickere Arme und ein 6Pack. Also das unter der Haut. Und Deine Kondition darf auch besser werden, denn Dein 5 jährige Sohn läuft Dir im Park immer lachend davon. Dann setz Dich mit einem Fachmann zusammen. Einem Menschen, der sich mit genau diesem Thema gut auskennt. Was werdet Ihr machen? Richtig, einen Trainingsplan. Abgestimmt auf Dich – der fordert, aber nicht überfordert. Und genau das gilt es bei all Deinen Zielen zu beachten. Fordern. Nicht über und nicht unter. Sonst ist sie schnell dahin, die Motivation. Und das 6Pack bleibt eher im Einkaufswagen als dass es sich jemals unter Deine Haut beamt.

Wessen Ziel ist es?

Nun mal ganz ehrlich. Wer hat denn Dein Ziel formuliert? War es der Onkel Doktor, der mit dem erhobenen Zeigefinger gesagt hat, dass das Rauchen doch eher schädlich für Dich ist? Welch Erkenntnis, da hat er Dir sicherlich etwas ganz Neues mitgeteilt, nicht wahr? Oder Deine Partnerin, die sich schnurrend an Dich schmiegte und mit einem kleinen Wink auf Dein Bäuchlein vom letzten James Bond Film erzählt, in dem Daniel Craig so aufreizend seinen Sixpack Bauch gezeigt hat? Na super, wirst Du denken, der hat auch den ganzen Tag nichts anderes zu tun – ausser seine Bauchmuckis aufzupumpen. Aber doch nimmst Du Dir nun vor, auch mal etwas von diesen seltsamen Übungen zu machen, die scheinbar gut gegen Deine kleine Wampe sein sollen.

Machen wir uns nichts vor – ist es nicht Dein Ziel, wird es nicht Dein Ziel. Und ist es nicht Dein Ziel, wirst Du es nicht erreichen. Dann sei so ehrlich – vor allem Dir selbst gegenüber – und sage NEIN. Sieh Dich mal um in diesen Selbsthilfegruppen, sei es bei den Rauchern, Dein Abnehmwütigen oder wem auch immer. In allen Foren wirst Du Sätze wie diesen lesen: „ich versuche schon zum xten mal mit dem Rauchen aufzuhören, weil meine Frau sich das so wünscht. Aber es klappt einfach nicht. Ich bin immer wieder rückfällig geworden…“. Verrate es keinem weiter: wenn DU es nicht willst, dann spare Dir das Geld für Hypnose, Bücher, Akupunktur oder was es auch immer gibt. DU musst Dein Ziel erreichen wollen. Und dann erreichst Du es auch.

Bombastisches Kopfkino anknipsen.

Ja, ich gebe es zu. Als NLPer liebe ich es, genau damit zu spielen. Wir nennen das Future Pace. Klingt komisch, ist aber so. Wir Menschen haben PowerPoint, PhotoShop und VideoShop in unserem Kopf. Unfassbar, wir können uns alles vorstellen. Alles. Ich kann mir vorstellen, jetzt in dieser Sekunde an der Cala Varques auf Mallorca zu sitzen und die Wärme der Sonne zu geniessen. Bämmm – und schon habe ich ein Lachen auf dem Gesicht! Immerhin handelt es sich um einen meiner absoluten Lieblingsplätze auf diesem Erdenball.

Genau so aber können wir uns auch unsere bisher lediglich im Geiste erreichten Ziele vorstellen. So bekommen wir auch an dieser Stelle Rückenwind aus der Psychologie. Gesundheitspsychologe Christoph Kröger etwa sagt: „Je klarer die Vision, desto mehr Kraft kann ich daraus schöpfen.“ Das aus dem Leistungssport bekannte mentale Training empfiehlt auch Gesundheitspsychologe Wolfgang Schlicht von der Universität in Stuttgart. „Träumen Sie Ihren Erfolg schon einmal vor, das erzeugt positive Gefühle.“

Stell Du Dir also einfach vor, wie es sein wird, Dein Ziel erreicht zu haben. Welche Vorteile wirst Du erleben können, was wird es Dir bringen, genau dieses Ziel erlangt zu haben? Wie wird Deine Umwelt darauf reagieren? Genieß diese tollen Aussichten – sie laden Deinen Motivationsakku ordentlich auf!

Rückschläge einplanen.

Überspring diesen Absatz, wenn Du der Selbstgeißelung zugewandt bist. Ansonsten – sind auch die kommenden Zeilen sicherlich eine kleine Unterstützung. Denn sind wir mal ehrlich zu uns selbst. Es wird sie geben, diese Tage, an dem dieses böse Männchen auf der Schulter dann doch etwas zu übermächtig wird. Und ich einen kleinen Schritt nach hinten mache.

Nehmen wir das Beispiel Rauchen. Du hast es nun, sagen wir mal, 46 Tage geschafft, mit purer Luft auszukommen und dann war da dieser Abend mit Wein, guter Stimmung und dann – schwups – hast Du eben doch eine geraucht. Ja, meine Güte – deswegen kann man sich auch mal auf den Thron der Unglücksseligkeit setzen. Oder man sagt sich „Mist, aber ok. Nun gehts halt weiter…!“. Denn natürlich muss man durch einen kleinen Rückschlag sein Vorhaben nicht gleich wieder ganz aufgeben. Oder?! Die Welt geht davon nicht unter… Vielmehr überlege Dir schon vorher, wie Du dann mit der Situation umgehen wirst.

Spiele auch diese bereits in Gedanken durch – umso leichter fällt es Dir dann, wenn es wirklich passieren sollte.

Verbündete suchen!

Sehr sehr geiler Tipp. Wir Menschen waren schon immer Rudeltiere. (Haha, die Worterkennung auf dem Mac macht aus Rudeltiere eben Rodeltiere… – aber das nur am Rande. Ich musste lachen…!) Jedenfalls geht sich ein Weg in Gemeinschaft leichter und nachhaltiger als ganz alleine. Es sei denn, Du heisst Rambo. Dann geh alleine. Sonst suche Dir Mitstreiter. Verbündete. Das kann im Freundeskreis sein oder in der virtuellen Welt.

Lass mich Dir zwei Beispiele geben. Sport. Damals, als junger Mann mein Lebenselixier, dann lange Zeit eher die große unbekannte Größe in meinem Leben. Doch ich wollte wieder was tun, wieder anfangen, mich bewegen. Aber alleine? Das hätte genau 3 Tage funktioniert. Also suchte ich mir einen Bekannten, der sogar zum Freund wurde und gemeinsam wurden wir Mitglied in einer dieser bundesweiten Fitness Ketten. Und wir machten uns gegenseitig sexy dot com. Denn wir traten uns in den Hintern, motivierten uns auch an Tagen, an denen einer mal keine Lust hatte und und und.

Und – wieder mal – das Thema Rauchen. Vor genau 105 Tagen rauchte ich auf Mallorca meine letzte Kippe. Aus und weg. Verrate es bitte keinem weiter – auch ich hatte kurze Momente, an denen ich gerne mal wieder zur Zigarette gegriffen hätte. Jetzt konnte ich aber niemanden aus meinem Freundeskreis greifen. Entweder sind es Nichtraucher oder eben Raucher. Doch niemand hatte wie ich aufgehört. Was machen wir in einer Zeit wie heute? Richtig – man sucht sich Bekannte, die den gleichen Weg gehen. Ich beispielsweise bin in einer FaceBook Nichtraucher Gruppe. Und in eben dieser Gruppe finde ich die Menschen, die auch mir Motivation geben. Tipps. Den Tritt in den Poppes. Also, such Dir Verbündete!

Dein Ziel schriftlich festhalten.

Wiederum haben Psychologen festgestellt, dass die Nachhaltigkeit beim Erreichen von Zielen steigt, wenn diese schriftlich fixiert werden. „Damit steigt auch das Gefühl der inneren Verpflichtung“, sagt etwa Gesundheitspsychologe Kröger. Etwa der Post-It am Naschschrank, wenn die Schoki Sucht etwas zu groß werden scheint. Oder aber eines dieser neuen Fitness Armbänder, die uns vor Augen halten, wie es um unsere aktuelle körperliche Aktivität bestellt ist. Noch einen Schritt weiter kannst Du gehen, in dem Du beginnst, Dein persönliches Ziele Tagebuch zu führen, in dem Du Deine Erfolge und auch die kleinen Misserfolge festhalten kannst.

Lobe Belohnungen aus.

Gestalte Dein eigenes kleines Incentive. Nicht nur der Esel rennt der Möhre hinterher, auch wir Menschen haben gerne ein greifbares Ziel vor Augen. So kannst Du Dir doch vor dem Startschuss überlegen, mit was Du Dich wann belohnen willst? Nach 1 Woche durchhalten ein Kinobesuch mit dem Schatz. Nach 1 Monat einen Wochenend Urlaub mir den Kumpels. Oder das neue Handy. Oder einen Besuch im Zoo. Oder oder oder. Was meinst Du, wie sehr es Dich motiviert am Ball zu bleiben, wenn Du den nächsten Belohnungslevel unmittelbar vor Dir siehst…

Stell Dein Ziel auf die Bühne.

Unglaublicherweise haben Psychologen herausgefunden, dass es vielen Menschen wichtiger ist, was andere von ihnen denken und halten, als wie sie vor sich selbst stehen. Langer Rede, kurzer Sinn: wenn ich mein Vorhaben breche, dann zucke ich kurz und überlebe es. Wenn ich aber dadurch bei anderen in Ungnade falle, dann bricht auch in mir eine Welt zusammen. So habe ich meinen damaligen Rauchstopp direkt in FaceBook gepostet. Und zack, wussten es über 1000 Menschen. 1000 Kontrolleure, von denen sicherlich einige innerlich kichern würden, wenn ich es nicht schaffe… Was denkst Du, wie groß ist dieser Kick, es eben doch durchzuhalten. Nicht um es mir zu zeigen. Sondern denen.

Was zugegeben ziemlich bekloppt klingt, kennen sehr viele von uns. Also, hau Dein Ziel in die Welt heraus. Und wieder legst Du ein paar Gramm mehr auf Deine Motivationswaage.

Trainiere Deinen Selbstdisziplinsmuskel.

Was? wirst Du nun denken…? Welchen Muskel? Lass Dir sagen, das ist ein ganz spannendes Thema. Forschungsergebnisse besagen, dass unsere menschliche Selbstdisziplin wie ein Muskel funktioniert. Auf der einen Seite ist das eher doof, auf der anderen wunderbar.

Doof ist, Du kannst es Dir denken, dass ein Muskel bei Belastung müde wird. Psychologie Professor Roy Baumeister schreibt in seinem Buch „Die Macht der Disziplin„, dass der Wille eines Menschen nur ein bestimmtes Maß an Kraft hat. Und diese Kapazität fordern wir jeden Tag aufs Neue heraus.

Wir widerstehen tausenden von Versuchungen. Mal schnell heimlich auf FaceBook schauen? Doch noch den Nachtisch in der Kantine? Morgens doch 5 Minuten länger liegen bleiben? Ständig versuchen wir, irgendwelchen Einflüssen auszuweichen und ihnen zu widerstehen. Und somit leeren wir auch ständig unseren Widerstands-Akku.

Gefühle, Gedanken und die Kontrolle von emotionalen Reaktionen: Wir ärgern uns, machen uns Sorgen, denken an aufgeschobene Aufgaben, zwingen uns zum Weitermachen, heucheln gute Laune: Auch das strapaziert die Willenskraft.

Entscheidungen treffen. Die Selbstbeherrschung wird auch dann schwächer, wenn wir viele Entscheidungen treffen: Je mehr und je wichtiger uns das Resultat ist, desto anstrengender.

Nummer vier der Willensermüdung sind Schlafmangel, Schmerzen und vor allem: Unterzuckerung! Das heißt tatsächlich, dass Menschen mit knurrendem Magen weniger Disziplin aufbringen.

Welches Learning können wir also daraus ziehen? Nun – gehe doch mal Deinen typischen Tag durch. Hier ärgere ich mich über die 3 minütigen Verspätung der SBahn, dort esse ich nicht gut, sondern nur schnell schnell und verbringe den halben Tag hungrig, 5 Minuten später grübele ich darüber, ob ich den oder den Weg zum Kunden nehme und und und. Ist es dann ein Wunder, dass mein Akku über Tag immer leerer wird?

Doch sprechen wir auch von einem positiven Aspekt der Erkenntnis, dass Willenskraft ein Muskel ist: man kann ihn trainieren!

Solltest Du Lust haben auf ein kleines Willenskraft-WorkOut, so ändere einfach kleine Verhaltensweisen, die sich bei Dir im Laufe der Jahre eingeschliffen haben. Putze Dir einfach mal mit der anderen Hand die Zähne. Räume jeden Morgen Deinen Schreibtisch auf. Esse Müsli statt CornFlakes. Durch dieses kleine Aufwärmprogramm stärkst Du nicht nur Deine Willenskraft, sondern auch im gleichen Atemzug Deine Selbstdisziplin für Veränderungen in anderen Lebenslagen.

Zum Beispiel wenn es darum geht, Deinen Vorsatz, Dein Ziel für das neue Jahr auch in die Tat umzusetzen. Und so schliesst sich der Kreis. Mit diesen 10 kleinen Tipps wird es Dir viel leichter fallen, zu den wenigen Menschen zu gehören, die ihren warmen Worten in der Silvester Nacht auch glorreiche Taten folgen lassen können.

Viel Erfolg dabei. Und eine Menge Spaß! Solltest Du diese Tipps cool finden und glauben, dass auch andere davon profitieren können, so freue ich mich sehr, wenn Du diesen Artikel teilst – so dass viele Menschen ihrem besten Ich etwas näher kommen können!

Danke Dir dafür!


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